#Girls Talk zum Thema Kinder & Muttersein

Dafür sind wir hier… oder?

Ein Thema, was mit Sicherheit jede Frau in Ihrem Leben beschäftigt. Kinder & Muttersein. Was für die einen die absolute Lebenserfüllung ist, klingt für die anderen nach Verpflichtungen und aufgeben des eigenen Selbst. Aber ist es nicht unsere Aufgabe als Frau? Leben zu geben. Dafür sind wir hier… oder? Diese Frage beantworten heute wieder 3 Frauen für Euch. Mit dabei ist dieses Mal Verena von Who is Mocca?

About

Frau S / 31 Jahre alt / verheiratet / 1 Kind im Alter von 4 Jahren

Frau L / 28 Jahre alt / verheiratet / keine Kinder

Bloggerin Verena von www.whoismocca.com / 28 Jahre alt / in einer festen Beziehung / keine Kinder / 3 Hunde
Verena vom österreichischen Fashion- und Interiorblog „Who is Mocca“ hat eine klare und kritische Meinung zum Thema Kinder & Muttersein und zeigt, dass es in der heutigen Zeit nicht mehr das Ziel einer Frau sein muss, Kinder zu bekommen.

Was 3 Frauen über das Thema Kinder & Muttersein denken

10 Fragen an 3 Frauen

1. Beschäftigst du dich aktiv mit dem Thema Kinder & Muttersein?

Verena: Jein. Mein Freund und ich unterhalten uns eher darüber, ob wir so viel Verantwortung und auch ein gewisses großes Maß an Abhängigkeit eingehen wollen.
Frau S: Der Wunsch irgendwann Mama zu werden, war schon immer da und sehr stark. Aber bevor ich schwanger wurde, habe ich mir nicht so viele Gedanken über Kinder gemacht. Dafür in der Schwangerschaft und danach umso mehr.
Frau L: Mal mehr, mal weniger. Das Thema ist für mich schwer zu greifen, da ich Kinder liebe und ein großer Familienmensch bin. Dennoch hab ich noch nicht das Bedürfnis nach einem Kind.

2. Fühlst du dich bereit für ein Kind?

Verena: Nein. Momentan nicht. Da hänge ich zu sehr an meiner Karriere und meiner „Freiheit“.
Frau S: Ich glaube nicht, dass es den Moment gibt, in dem man „bereit“ ist. Ich bin daher sehr dankbar, dass das Schicksal bei mir zum „Perfekten Zeitpunkt“ zugeschlagen hat.
Frau L: Nein, noch nicht. Ich hoffe aber sehr, dass sich dieses Gefühl irgendwann von alleine einstellt.

3. Hast du Angst vor der Schwangerschaft / Geburt?

Verena: Angst eigentlich nicht, denn das haben schon so viele Frauen vor mir geschafft. Aber Respekt vor dem, was danach alles schief laufen könnte.
Frau S: Es sind immer Ängste und Sorgen da und diese werden auch immer bleiben.
Frau L: Ja. Sogar sehr große Angst. Mich beschäftigt diese Angst am meisten und ich denke auch, dass ich dadurch sehr befangen bin. Schwangere Frauen lösen in mir ein Gefühl des Unbehagens aus. Noch nie hatte ich den Wunsch in der gleichen Lage zu sein.

4. Hast du Geschwister? Wenn ja, wie viele und in welchem Alter?

Verena: Nein, ich bin ein Einzelkind.
Frau S: Ja, zwei ältere Brüder im Alter von 33 und 36 Jahren.
Frau L: Ich habe eine jüngere Schwester. Sie ist 24 Jahre alt.

5. Beschreibe das erste Gefühl, wenn du an dich als Mutter denkst?

Verena: Ich sehe mich absolut nicht als Mama, was ich auch in meiner Kolumne näher ausgeführt habe. Sollte ich aber mal ein Kind bekommen, werde ich ein Mix aus meiner Oma und meiner Mama sein. Fürsorglich, aber immer noch mit einer guten Portion Egoismus für das eigene Leben und dem Partner.
Frau S: LIEBE. Ein Kind zu haben bedeutet, für alle Zeit sein Herz außerhalb seines Körpers zu tragen. Deshalb beschütze ich es mit all meiner Kraft.
Frau L: Ich glaube, dass ich eine sehr gute Mutter wäre. Ich habe so viel Liebe zu geben und da meine Kindheit wunderschön war, gibt es so vieles, dass ich teilen und weitergeben möchte. Nur kann ich mich leider in dieser Rolle aktuell nicht wiederfinden.

6. Könntest du dir ein Leben ohne ein Kind/Kinder vorstellen?

Verena: Ja, definitv.
Frau S: Niemals. Erstrecht nicht, seitdem ich Mutter bin und diese unbeschreibliche und bedingungslose Liebe zu spüren bekommen habe und nie wieder missen möchte.
Frau L: Nein, denn ich denke, dass Kinder und „Leben geben“ zu unseren Aufgaben gehört und dass es mit Sicherheit das schönste Gefühl der Welt ist, sein eigenes Kind in den Armen zu halten.

7. Wärst du eher eine strenge oder eine nachgiebige Mutter?

Verena: Eine Mischung aus beidem. Es muss einfach passen und situationsbedingt entschieden werden.
Frau S: Ich denke, ich bin eine sehr nachgiebige Mutter. Ich versuche mich immer wieder in die Rolle meiner Tochter zu versetzen, um Sie besser zu verstehen und um dann mit Verständnis, Liebe und Nachsicht und vor allem mit Geduld ihren Bedürfnissen nach zu gehen.
Frau L: Ich wäre eine Mutter, die für Ihr Kind alles geben würde. Nachgiebig wäre ich wohl eher. Dennoch sind mir eine gute Erziehung extrem wichtig. Ein Kind, welches den eigenen Kopf ständig durchsetzen will, würde ich definitiv entgegenwirken.

8. Teilen dein Partner und du die gleiche Ansicht?

Verena: Ja, worüber ich sehr froh bin.
Frau S: Glücklicherweise sind wir größtenteils einer Meinung. Ich denke, es ist menschlich auch mal unterschiedliche Ansichten zu haben. Mir ist aber wichtig, dass die Diskrepanzen schnell aus dem Weg geschafft werden und die Harmonie in der Familie die Überhand hat und die Kinder unter den Meinungsverschiedenheiten nicht zu leiden haben.
Frau L: Ja. Wobei ich denke, dass mein Mann generell bereit wäre für ein Baby.

9. Wie siehst du die Rolle der Mutter in unserer Gesellschaft?

Verena: Da ich momentan eher eine Anti-Kind Einstellung habe, kann ich es teilweise nicht verstehen, wie man sein Leben komplett umkrempeln kann, wenn die Familie Zuwachs bekommt. Man hat doch vor dem Kind auch Hobbies, Leidenschaften, Ideen und Karrierepläne gehabt – wo landen diese dann plötzlich? Darum weiß ich auch nicht, ob ich mich jemals darauf einlassen möchte.
Frau S: Für mich hat die Entwicklung der Mutterrolle in der heutigen Gesellschaft bedenkliche Ausmaße angenommen. Mich macht es sehr traurig zu sehen, wie die Gesellschaft die Mutter nicht mehr Mutter sein lässt und viele Mütter auch keine Mutter mehr sein wollen. Viele Frauen sind auch nach der Geburt noch so egoistisch. Diese Einstellung kann ich absolut nicht verstehen.
Frau L: Gespalten. Mir gefallen diese neuartigen Schubladenbeschreibungen überhaupt nicht. Mir kommt es vor, als gäbe es entweder nur noch sogenannte „Helikopter Mütter“ oder die egoistischen Frauen, die nur damit beschäftigt sind, dass Sie selbst bloß nicht zu kurz kommen. Für mich kein schöner Gedanke.

10. Gehört für dich das Muttersein zu einem erfüllten Leben?

Verena: Nein, auf keinen Fall. Ich kann mir mein Leben so richten, wie ich es möchte und weiß nicht, ob ich mich für einen anderen Menschen (teilweise) aufgeben möchte. Klar setzt man dann andere Prioritäten, aber ich kann mich mit diesem Gedanken einfach nicht so recht anfreunden.
Frau S: Definitiv. Das ist die Natur und so sollte es auch sein. Sonst wären wir alle nicht hier.
Frau L: Ja. Natürlich sollte das jeder für sich selbst entscheiden dürfen. Dazu gehört es für mich aber schon.

Was 3 Frauen über das Thema Kinder & Muttersein denken

Die Meinung von Verena

Auch wenn ich mir ein Leben ohne Kind absolut vorstellen kann, schließe ich es dennoch nicht aus, irgendwann mal Mutter zu sein. Ich sehe mich momentan absolut nicht in dieser Rolle und für mich ist es sehr schwer nachvollziehbar, dass viele Frauen ein Kind als absolutes Lebensziel und Glück ansehen. Vielleicht ist die Zeit für mich einfach noch nicht gekommen – vielleicht kommt sie nie.

Es mag egoistisch klingen, aber wir sind glücklich ohne Kind und mein Leben und meine Karriere erfüllen mich zu 100%. Freiheit steht bei mir an erster Stelle und ob ich das jemals aufgeben kann oder will, steht in den Sternen.

Die Meinung von Frau S

Muttersein ist das schönste Gefühl, dass es gibt. Ich finde, jede Mutter sollte dieses Gefühl in vollen Zügen genießen und es nicht als Last ansehen. Mich macht es wütend, dass viele Mütter sich nur noch darum kümmern, Ihre Kinder „weg zu organisieren“, um Ihr Leben zu leben, anstatt alles darum zu geben, jeden Moment mit Ihrem Kind zu verbringen. Es ist eine Lebensaufgabe, das Glück, welches man geschenkt bekommt, aber eine so wundervolle! Mir ist die Welt zu schnell geworden, es geht nur noch um Termine, Stress und Zeitmangel. Da sollte man sich fragen, ob das wirklich alles sein muss? Ist es nicht viel schöner, die Zeit mit der Familie zu verbringen?

Ich wünsche mir, dass alle Mütter und zukünftigen Mütter viel mehr Geduld aufbringen, um sich um Ihr Kind und Ihre Familie zu kümmern. Eine Mutter sollte das zu Hause zu einem Rückzugsort machen, in dem der Trubel der Außenwelt ferngehalten wird. In dem Kinder Schutz, Geborgenheit und Ruhe finden. Das Muttersein ist wirklich nicht immer einfach – es erfordert viel Kraft, aber es ist die schönste Aufgabe der Welt.

Die Meinung von Frau L

Kinder sind das größte Wunder der Welt. Die Entstehung von neuem Leben in einem selbst jedoch macht mir Angst. Ich hoffe, diese Angst irgendwann überwinden zu können. Was für die meisten Frauen das größte Glück bedeutet, bereitet mir Unwohlsein und ein Gefühl der Panik. Warum, kann ich nicht sagen, denn in meinem Leben spricht alles für Kinder.

Dennoch sollten wir uns wieder mehr darüber bewusst sein, was ein Kind bedeutet. Es erfordert Liebe und Zeit. Wer das nicht erübrigen kann und sich selbst dafür zurückstellt, sollte meiner Meinung nach sehr gut darüber nachdenken, ein Kind zu bekommen.

Was denkt Ihr über die 3 Meinungen und wie steht Ihr zu dem Thema Kinder & Muttersein?

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12 comments

  1. Liebste Kati,
    das ist wirklich ein Thema, was irgendwann jede Frau mal in ihrem Kopf hat. Ich persönlich freue mich irgendwann Mutter zu werden. Als ich 16 Jahre alt war, bekam meine Mutter noch ein Nachzügler und somit konnte ich sehen, was ein Baby alles bedeutet. Dazu gehört natürlich auch volle Ahnungslosigkeit und Frust, aber die schönen Momente machen das alles wieder wett und ich liebe meinen Bruder von ganzem Herzen!

    Liebst Linni
    http://www.linnisleben.wordpress.com

    1. Liebe Linni,
      ich kann das absolut nachvollziehen. Da ich auch eine jüngere Schwester habe und sie über alles liebe 🙂 Das ist so etwas schönes und besonderes!!!

      Liebe Grüße,
      Kati

  2. Liebe Kati,
    tolles Thema. Um genau das geht es in unserem Freundeskreis seit Monaten. Ich denke, dass es viel wichtiger, sich nicht nur als Frau zu entscheiden, sondern immer als Paar. Vater und Mutter sollen in gleichberechtigter Weise für das Kind da sein und Bezugspersonen sein. Indem wir die Entscheidung nur oder hauptsächlich der Frau überlassen, bestätigen wir überholte Rollenbilder.
    Weißt du was ich toll und interessant fände? Genau die selben Fragen von drei unterschiedlichen Männern beantworten zu lassen 🙂
    Toller Blog!

    Ganz liebe Grüße

    1. Liebe Kadi,
      vielen Dank für dein Feedback! Wir kennen die Fragerei auch selbst nur zu gut 🙂 Naja, da muss man wohl durch ab einem bestimmten Alter..
      Deine Idee ist der Knaller – hab ich mir direkt notiert! Danke dafür!

      Alles Liebe,
      Kati

  3. ein sehr guter Beitrag liebe Kati,
    ich muss zugeben, dass auch ich mit meinen 30 Jahren noch nicht beim Wunsch angekommen bin, Mutter zu werden – und so wie die liebe Verena, kann ich auch nur behaupten, dass ich es zwar nicht gänzlich ausschließen würde, aber eigentl. bin ich kein „Mutter“-Typ und mag es auch gar nicht werden.
    ich bin wirklich dankbar, dass sie die klassischen Strukturen in unserer Gesellschaft immer mehr aufweichen und wir nicht jede Frauenrolle erfüllen müssen 🙂

    eine schöne Woche;
    ❤ Tina von Liebe was ist
    Liebe was ist auf Instagram

    1. Liebe Tina, vielen Dank für dein Statement! Ich finde es so interessant zu lesen, dass sich viele Frauen heutzutage nicht mehr „so einfach“ für ein Kind entscheiden, sondern lange darüber nachdenken.
      Wie ich dazu stehe, weiß ich ehrlich gesagt auch noch nicht 😉

      Liebe Grüße,
      Kati

  4. Hallo liebe Kati,

    das ist ein wirklich hochinteressantes Thema, ich gehöre hier auch eher zum #TeamVerena. Hatte noch nie einen Kinderwunsch und habe momentan auch keine Lust meine Freiheit aufzugeben.

    Das Thema „regretting motherhood“ war ja in letzter Zeit oft in den Medien. Frauen, die ein Kind als Lebenstraum und Erfüllung ansehen gibt es natürlich auch haufenweise, aber auch die eher kritischen Stimmen werden in der heutigen Zeit lauter (weil auch viele Erzeuger die Alimente nicht bezahlen oder sich um die Kinder kümmern).
    Ein wirklich gelungenes Interview mit verschiedenen völig nachvollziehbaren Ansichten von 3 Frauen;)

    Ganz liebe Grüße aus Stuttgart
    Isa
    http://www.label-love.eu

    1. Liebe Isa,
      vielen Dank für deine Meinung hier in den Kommentaren! Ich finde es toll, dass Frauen in der heutigen Zeit Ihre Meinung auch zum Thema Kinder viel offenenr kommunizieren können! Ich verfolge das Thema „regretting motherhood“ auch schon länger und es macht mir auch irgendwie Angst.
      Schön, dass dir der Girls Talk gefällt 🙂

      Alles Liebe,
      Kati

  5. Ich glaube das ist ein Thema, bei dem immer noch so viel diskutiert wird. Und viele Frauen haben sicherlich auch immer noch das Gefühl, dass Kinder „dazu gehören“. Ich denke da gibt es auch eine gewisse Erwartungshaltung der Gesellschaft…
    Zum Glück leben wir ja heute in Zeiten, in denen jeder selbst entscheiden kann!
    Obwohl ich auch irgendwann Kinder möchte, kann ich auch jeden verstehen, der andere Pläne hat. Denn momentan fühle ich mich auch noch zu egoistisch für so eine Entscheidung.

  6. Ein super interessanter Blogpost! Ich bin ja selber Mama von zweien! Emma ist jetzt dreieinhalb und Levi 13 Monate! Sie fordern mich jeden Tag aufs neue heraus und manchmal denke ich mir…. mhm war das die richtige Entscheidung? Du konntest Dich nicht ausleben wie andere in deinem Alter? Aber dann kommt der Moment oder Augenblick der sagt – doch du hast alles richtig gemacht! Auch ich zweifle oft an mir bin ich eine gute Mama- schaffe ich den Spagat zwischen 30Std Job, Kinder, Haushalt & Ehemann? Und ja bis jetzt habe ich es soweit geschafft.

    Oh man ich glaube jetzt bin ich ein bisschen vom Thema abgekommen! Ich verstehe alle 3 Meinungen und kann jede einzelne voll und ganz nachvollziehen!

    Liebe Grüße au Oberbayern
    Lisa

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