#Girlstalk zum Thema Schönheits-OP

Wer schön sein will, muss leiden?

Nichts wird in den Medien so stark thematisiert wie die Schönheit und das Ideal, welchem wir Frauen nachkommen sollen. Schönheits-OPs gehören auch in Deutschland schon lange nicht mehr der Vergangenheit an. Doch wie stark darf man sich beeinflussen lassen? Es scheint, als ob es kein richtig und kein falsch gibt. Liegt Schönheit wirklich noch im Auge des Betrachters und wo sind die Grenzen? Ich habe 3 Frauen nach Ihrer Meinung gefragt! Eine davon ist Fashion und Lifestyle Bloggerin Verena.

Was 3 Frauen über das Thema Schönheits-OP denken

About

Frau S / 22 Jahre alt / Single / Kleinstadtfrau mit großem Herz

Frau P / 28 Jahre alt / in einer Beziehung / Naturliebhaberin und Freundin fürs Leben

Bloggerin Verena von www.my-philocaly.com / 29 Jahre alt / Großstadtfrau und Bloggerin mit Leib & Seele /
Gibt einen offenen und sehr ehrlichen Einblick in Ihre Meinung zum Thema „Schönheits-Op“. Sie bloggt seit August 2016 über Fashion und Lifestylethemen. Auf Ihrem Instagram Profil zeigt Sie Ihren Followern Ihre Lieblingsoutfits und inspiriert damit knapp 35 Tausend Menschen. In Ihrer Kategorie „Blogger Guide“ findet Ihr viele nützliche Tipps rund um das Thema Bloggen & Social Media.

Was 3 Frauen über das Thema Schönheits-OP denken

10 Fragen an 3 Frauen

1. Hast du selbst schon eine Schönheits-OP gehabt?

Verena: Nein, ich hatte bisher keine Schönheits-OP. Früher, als ich jünger war und ständig wegen meinem Mund gemobbt wurde, war ich fest entschlossen mir später die Lippen verkleinern zu lassen. Zum Glück habe ich es nicht getan und stattdessen gelernt, mich so akzeptieren wie ich bin.
Frau S: Nein, ich selbst hatte noch keine Schönheits-OP.
Frau P: Nein, ich habe noch nie eine Schönheitsoperation gehabt.

2. Ist in naher Zukunft ein solcher Eingriff geplant?

Verena: Grundsätzlich nicht. Ich habe viel zu große Angst vor Operationen und es gibt auch nichts, was mich so stört, dass ich nicht damit leben könnte.
Frau S: Ich habe keinen Eingriff geplant.
Frau P: Für die Zukunft habe ich nicht geplant, jemals etwas an meinem Körper zu verändern.

3. Kennst du Personen, die bereits eine oder mehrere Eingriffe gehabt haben?

Verena: Ich habe eine Freundin, die sich die Lippen hat aufpolstern lassen. Das ist allerdings nur ein kosmetischer Eingriff, der nicht von Dauer ist. Zuerst war ich etwas erschrocken. Man hat es tatsächlich aber nur wahrgenommen, wenn man es wusste. Somit war es im Rahmen und sah auch ganz hübsch aus.
Frau S: Ja, ich kenne einige, die bereits etwas an sich verändert haben. Jedoch sprechen Sie nicht darüber.
Frau P: Ich hatte früher eine Freundin, die sich die Brüste vergrößert und Ihre Nase korrigieren lassen hat.

4. Bist du deinem Aussehen zufrieden?

Verena: Natürlich gibt es immer wieder Tage, an denen in mich im Spiegel lieber nicht ansehen möchte. An den meisten Tagen bin ich aber zufrieden mit meinem Aussehen. Meine Makel gehören zu mir und das ist auch in Ordnung. Als Jugendliche war das ganz anders. Ich fühlte mich zu dünn, versteckte meinen Mund so gut es ging und war extrem unsicher. Mit fast 30 Jahren ist das zum Glück kein Thema mehr.
Frau S: Generell bin ich mit meinem Aussehen zufrieden, jedoch gibt es auch Tage an denen ich es nicht bin.
Frau P: Im Großen und Ganzen bin ich mit meinem Aussehen sehr zufrieden. Es gibt immer Kleinigkeiten, die man ändern würde und es ist bei mir auch von der Tagesform abhängig wie zufrieden ich mit mir bin.

5. Was würdest du ändern, wenn du es ohne Kosten und frei von jeglichen Schmerzen vornehmen lassen könntest?

Verena: Och, da fallen mir schon ein, zwei Dinge ein. Ich würde gerne meine Augenlider straffen lassen und mir die Augenringe unterspritzen lassen. Auch wenn das eher kleinere kosmetische Eingriffe sind, bin ich viel zu ängstlich dafür! Es kann immer etwas schief gehen und ich habe Angst vor Spritzen. Da müsste meine Motivation schon sehr groß sein. Aber wer weiß, vielleicht überwinde ich mich irgendwann. Vielleicht aber auch nicht.
Frau S: Meine Oberweite. Ich habe zwar an sich keine kleinen Brüste, allerdings würde ich mich wohler fühlen, wenn ich etwas mehr hätte.
Frau P: Ich würde meine Nase korrigieren lassen, da ich Sie etwas zu groß finde. Dies würde ich aber wirklich nur dann machen, wenn es mit einem „Fingerschnipp“ erledigt wäre. Ich habe noch keine Sekunde ernsthaft darüber nachgedacht, das in Form eines operativen Eingriffs in die Tat umzusetzen.

6. Denkst du, dass in den Medien zu viel über das Thema Schönheit und Schönheitsideal gesprochen und diskutiert wird?

Verena: Schönheit war in jedem Zeitalter ein Thema. Die Frage ist doch: Wie sehr lasse ich mich durch das in den Medien vorgegebene Schönheitsideal beeinflussen? Mir ist wichtig, dass sich jeder in seinem Körper wohlfühlt, gesund ist und für sich selbst definiert, was Schönheit bedeutet. Für mich ist sie sehr vielseitig und unterschiedlich. Aber auch sehr individuell. Es gibt Frauen mit einem schlanken Körper, die ich sehr attraktiv finde. Genauso gibt es Frauen mit einer kurvigen Figur, die einfach toll aussehen. Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters. Das was in den Medien oft propagiert wird, sind allenfalls Trends.
Frau S: Für mein Empfinden auf jeden Fall. Es nimmt langsam überhand und viele junge Mädchen lassen sich davon leicht beeinflussen. Verfallen in Essstörungen oder in einen Fitnesswahn, nur um so auszusehen wie Models in Zeitschriften, deren Bilder komplett retuschiert und bearbeitet sind.
Frau P: Um es kurz zu machen: Es geht quasi um nichts anderes!

7. Hast du beruflich mit dem Thema „Schönheit“ zu tun?

Verena: Hauptberuflich überhaupt nicht. Als Fashion Blogger und Instagrammer wird man hingegen sehr viel mit diesem Thema konfrontiert. Allerdings im positiven Sinne.
Frau S: Nein, ich habe beruflich damit gar nichts zu tun.
Frau P: In gewisser Weise habe ich als Physiotherapeutin schon mit dem „Idealen Körperbild“ zu tun. Da ich aber täglich mit Menschen arbeite, die alles dafür geben würden, gesundheitlich wieder normal am Alltag teilhaben zu können, erscheint mir der Wunsch eines gesunden Menschen nach einer beispielsweisen größeren Oberweite oder volleren Lippen, geradezu lächerlich.

8. Wie stark interessierst du dich für Mode, Beauty & Co.?

Verena: Mein Interesse für diese Bereiche ist schon sehr groß – sonst hätte ich mich wohl auch nicht entschieden über Fashion und Lifestylethemen zu bloggen. Schöne Bilder inspirieren mich und ich habe sehr viel Spaß daran, Outfits zusammenzustellen und durch meinen Stil meine Persönlichkeit auszudrücken. Auf diese Art gebe ich meiner Kreativität Raum und das erfüllt mich.
Frau S: Ja das tue ich. Ich interessiere mich mehr für Mode, als für Beautythemen. Da ich mit meinem Gesicht sehr zufrieden bin reichen mir meist Mascara und etwas Rouge. Jedoch ist es mir extrem wichtig, wie ich mich kleide. Jeden Trend nehme ich trotzdem nicht mit, da ich möchte, dass meine Kleidung zu meinem Typ passt.
Frau P: Ich bin keine Frau, die sich stark schminkt. Meine morgendliche Routine diesbezüglich dauert 5 Minuten und umfasst Eyeliner und etwas Mascara. Mode interessiert mich, ich schaue aber weder in Magazinen noch online nach Trends und den neuesten Teilen. Ich trage, was mir gefällt und was mir steht. Unabhängig davon, aus welcher Saison es ist.

9. Legst du Wert auf ein gutes Aussehen?

Verena: Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Ich lege immer Wert darauf, gepflegt das Haus zu verlassen und achte auch bei anderen Menschen darauf. Mir fällt immer auf, ob jemand optisch etwas aus sich macht oder ihn dieses Thema kalt lässt. Ich beurteile Menschen aber nicht nach Ihrem Modegeschmack oder Ihrem Äußeren. In meinem Freundeskreis bin ich die Einzige, die sich so exzessiv mit dem Thema Mode beschäftigt.
Frau S: Absolut. Wobei ich deshalb nicht oberflächlich bin. Mir ist wichtig, dass ich gepflegt bin und das erwarte ich umgekehrt auch von meinen Mitmenschen.
Frau P: Ich lege Wert auf ein gepflegtes Äußeres, was für mich aber nicht gleichzeitig heißt, dass man dazu geschminkt sein muss.

10. Wie viel Zeit investierst du in dein Äußeres?

Verena: Etwa 30 – 45 Minuten. Es gibt Tage, an denen ich in 10 – 15 Minuten fertig bin, an Tagen wo Haare waschen und Haarstyling ansteht, dauert es dafür deutlich länger.
Frau S: Da ich morgens zwischen 4 und 5 Uhr aufstehe, investiere ich insgesamt ca. 30 Minuten in mein Aussehen. Am Wochenende darf es aber auch gerne mal mehr sein.
Frau P: Mit Abendpflege sind es an einem normalen Werktag 15 Minuten. Am Wochenende gerne mehr.

Was 3 Frauen über das Thema Schönheits-OP denken

Die Meinung von Verena

Schönheits-OPs werden immer alltäglicher und sind schon lange kein Tabu Thema mehr. In den USA ist Botox To-Go Alltag und wer es sich erlauben kann, hat mindestens eine OP hinter sich. Ich finde, jeder sollte selbst über seinen Körper entscheiden und das machen, womit er sich gut fühlt. Ich verurteile niemanden, der sich den Höcker auf der Nase entfernen oder die Segelohren anlegen lässt. Auch Frauen ohne Brust kann ich es nicht verübeln, wenn sie sich ein schönes B-Körbchen wünschen. Für mich ist alles in Ordnung, solange es im Rahmen bleibt. Wer sich allerdings bis zur Unkenntlichkeit operieren lässt oder eine Doppel F Oberweite braucht, hat meiner Meinung nach eher ein psychisches Problem, dass nicht mit dem Messer, sondern mit Gesprächen therapiert gehört.

Die Meinung von Frau S

Letztendlich muss ich sagen, dass jeder Mensch das Recht hat sich einer Schönheits-OP zu unterziehen. Aus welchen Gründen auch immer. Keiner hat das Recht darüber zu urteilen. Junge Mädchen sind größtenteils sehr von den Medien beeinflusst und es ist doch sehr bedenklich, welches Bild dort vermittelt wird. Fotos sind Momentaufnahmen und so stark bearbeitet und fernab der Realität, dass das auch keine Schönheitsoperation so hinbekommen könnte. Ich kann nur jedem mitgeben, sich so zu lieben wie er ist. Der Weg zur Selbstliebe, ist der Weg zum glücklich sein!

Die Meinung von Frau P

Generell bin ich ganz klar gegen eine Schönheits-OP, wenn diese nicht aus medizinischer Sicht dringend notwendig sind. Die wenigsten Menschen, die eine Schönheitsoperation vornehmen lassen, geben sich mit diesem einen Mal zufrieden. Das zeigt mir persönlich, dass es hier nicht um einen Herzenswunsch geht, sondern eher eine Kettenreaktion in Gang setzt. Die heutige Zeit macht es möglich, nahezu alles an sich zu verändern. Für viele wird das zu einer Sucht nach dem „Schön sein“, die am allermeisten eine Flucht vor sich selbst ist.

Was denkt Ihr über die 3 Meinungen und wie steht Ihr zu dem Thema Schönheits-OP?

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2 comments

  1. Ein ganz toller Artikel 🙂
    Ich selbst habe so einen Eingriff hinter mir und bin letztendlich extrem glücklich damit. Ich Fühler mich wohler in meiner Haut und habe ein Stück mehr Lebensqualität erhalten. Da es für mich persönlich die beste Entscheidung meines Lebens War, kann ich jedem raten, sich mal tiefer damit zu beschäftigen, wenn so ein Wunsch da ist. Es sollte gut überlegt sein, aber man lebt nur ein mal und sollte daher alles tun, um zu versuchen glücklich zu sein. Daher kann ich es nicht nachvollziehen, wenn Mensch das Thema komplett ablehnen und einem womöglich noch unterstellt wird, man wäre ja eitel oder hätte eher ein psychisches Problem. Man steckt nie in der Haut eines anderen, und sollte daher die Entscheidung einfach respektieren.

    1. Liebe Michelle,
      danke für deine offenen und ehrlichen Worte!
      Ich denke auch, dass es jeder selbst entscheiden sollte und einfach glücklich damit ist!
      Liebe Grüße,
      Kati

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